telegraph #118/119
Wann empfindet die Bevölkerung, oder große Teile von ihr, die aktuelle Situation als so unerträglich und ungerecht, dass sie dagegen aufbegehrt? Wir thematisieren im neuen telegraph Ursachen und Scheitern von Revolten und Revolutionen. Als Organ des Herbst ´89 haben wir auch publizistisch den Umbruch in der DDR vor 20 Jahren erlebt und mitgeprägt, da wurde aus dem DDR-Oppositionsblatt Umweltblätter die Zeitschrift telegraph, um schneller auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können. Die heutige Umschreibung der damaligen
Ereignisse durch konservative Politiker,
Historiker und ihre Medien, hat eine klare
Ausrichtung: Weg von der Forderung des
Herbst ´89 für einen demokratischen Sozialismus.
Wie wir in diesen Tagen immer wieder
hören müssen, sollen die Menschen 1989
für ein wiedervereinigtes Deutschland auf die Straße gegangen sein. Dabei wird verschwiegen, dass erst das Scheitern der Revolution zur Vereinigung führte.
Schwerpunkt: Gescheiterte Revolutionen
Weitere Themen: DDR, Kurras, 1968, Kapitalismuskrise, Terrorismusbekämpfung, die „Neue Sicherheitsarchitektur“, 10 Jahre Chavez, Frankreich, Polen, Griechenland, Jim Avignon.
160 Seiten 6 Euro.
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telegraph #116/117
KONTINUITÄTEN UND BRÜCHE
Arbeitszwang, Arbeitsverweigerung
und Verfolgung so genannter Asoziale
[zum Inhalt]
Der neue telegraph widmet sich den Themen Arbeitszwang, Arbeitsverweigerung
und Verfolgung so genannter Asozialer. Die
wohlfahrtsstaatliche Idee, den Obdach- und
Wohnungslosen zu helfen, reichte Ende des 19. Jahrhunderts bis 1932 von der auf- suchenden Hilfe, über Nachtasyle, die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bis zu ver- schiedenen Formen der Arbeitsverpflich- tung. Bereits damals standen in der Gesetzgebung die Bedürftigkeitsprüfung und der Arbeitsgedanke im Vordergrund. Es ging zu keiner Zeit um Arbeit nach Wunsch, Lust oder Profession, sondern um eine Arbeit als letztes Mittel vor der äußerst kärglichen Erwerbslosenfürsorge.
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INHALT #115
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Erklärung: Wir alle sind verdächtig!
Nach Wochen der Solidarität durch tausende von Akademikern und anderen kritisch denkenden und handelnden Menschen im In- und Ausland, welche nach dem Herbst 1989 Ihresgleichen sucht, wurde unser Autor Andrej H. heute aus der Untersuchungshaft in Berlin-Moabit entlassen. Jetzt heißt es: Nicht nachlassen, um die Einstellung der 129a Verfahren gegen die Sieben zu erreichen!
80 internationale Journalisten, Künstler und Wissenschaftler bekennen in einer von der ehemaligen DDR-Oppositions-Zeitschrift telegraph initiierten Erklärung:
Wir alle sind verdächtig!
Sie protestieren darin gegen die Inhaftierungen und fordern die Einstellung des 129a Verfahrens gegen insgesamt 7 betroffene Personen.
Einige von den Erstunterzeichnern haben vor dem Herbst 1989 in der DDR und in Polen ähnliches staatliches Vorgehen gegen Kritiker erfahren müssen. In der Erklärung heißt es dazu “die Parallelen sind erschreckend und alarmierend!“
Kontakt: aktion [at] hausderdemokratie.de
ZUR ERKLÄRUNG
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Neue Doppelnummer telegraph #113/114 erschienen

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TELEGRAPH-VERANSTALTUNG:
PARECON - MICHAEL ALBERT in Deutschland
MICHAEL ALBERT ist Herausgeber von ZNet und Z-Magazine sowie Mitbegründer des Verlags South End Press. In den USA gehört er neben Noam Chomsky und Naomi Klein zu den intellektuelen Zugpferden der amerikanischen Linken.
Zusammen mit Robin Hahnel hat er die Vision von PARECON entwickelt.
In PARECON – Participatory Economics – entwirft Michael Albert ein nach-kapitalistisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell.
PARECON ist ein komplexes, alle Lebensbereiche durchdringendes System jenseits der jetzigen Ökonomie.
PARECON ist die Utopie einer lebendigen, selbstorganisierten und vielfältigen Gesellschaft. Jenseits von zentraler Planung und Kapitalismus tritt ein weit gespanntes Rätenetz in Erscheinung, in welchen Produzenten und Verbraucher partizipatorisch über die benötigten Güter und Waren beraten und entscheiden.
PARECON ist ein starkes Argument für eine absolut notwendige Vision für ein demokratischeres, weniger hierarchisches, alternatives Wirtschaftsmodell.
Am 9.9. um 19 Uhr kommt Michael Albert ins Café Malatesta / Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
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telegraph #112 erschienen
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TELEGRAPH-VERANSTALTUNG:
"25 Jahre Solidarność – Mythos und Realität.Perspektiven linker Politik in Polen"

Vortrag und anschliessende Diskussion mit Przemysław Wielgosz, Schriftsteller Publizist und Mitherausgeber von "Lewą Nogą" (Warschau).
Veranstaltet durch die Zeitschrift "telegraph". Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin
am 27.08.05 (Samstag) um 19.30 Uhr im Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg
Wielgosz spricht über die Entwicklung von zwei grundsätzlichen logischen Strängen, die sich in Polen nach 1980 und der Bildung der ersten unabhängigen Gewerkschaft "Solidarność" entfaltet haben.
Es handelt sich dabei um die Logik der Restauration, und der Peripherisation. Anhand von Karl Marx Analyse "Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte" skizziert Wielgosz Parallelen und Unterschiede der Arbeiterproteste der späten 70er und 80er in Polen und der Revolution von 1848 in Frankreich.
Die Ausrufung des Kriegszustandes am 13.Dezember 1981 zerstörte die Dynamik der Massenbewegungen und entkoppelte die oppositionellen Eliten der Solidarność von ihrer sozialen Basis. Die Eliten wurden an den Verhandlungstisch politischer Machtspiele zwischen dem Staat, der katholischen Kirche und später auch "ausländischen Verbündeten" gesogen.
Der Kriegszustand veränderte die Logik der revolutionären Arbeiterbewegung in eine Logik der bürgerlichen Revolution.
Die Peripherisation ist dabei der Schlüssel zum Verständnis der Evolution der sozialen Verhältnisse in Polen nach 1989. Das was 1989 geschah war keine Revolution, sondern die Restauration des Kapitalismus. Diese wurde durch die Apatie der Arbeiter und die Demoralisierung der Eliten der Solidarność-Gewerkschaft möglich und lief zusammen mit der neoliberalen Volte im Westen.
Der Zustand der heutigen Demokratie und des öffentlichen Lebens in Polen ist eine Folge des Bruchs der eingangs erwähnten Logik. Auf der gesellschaftlichen Ebene mündet diese in Misstrauen und Abkehr von der Politik, politischen Nihilismus sowie der fehlenden Beteiligung an der Zivilgesellschaft. Die Gegensätze der etablierten Parteien spiegeln nicht mehr tatsächliche Widersprüche innerhalb der polnischen Gesellschaft. Privatisierung, Entpolitisierung, Arbeitslosigkiet und Unsicherheit gehen einher mit der Entsolidarisierung der Arbeitenden und Arbeitslosen und bilden das grösste Hindernis in der Erneuerung einer authentischen Linken in Polen. Zugleich die Hauptantriebskraft für faschistoide Tendenzen.
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Der telegraph gibt Sonderausgabe zu den Montagsdemonstrationen gegen die Agenda 2010 heraus
In den Wochen der Berliner Montagsdemos wurden 8-seitige Hefte als Sonderausgaben des telegraph verteilt. Somit schien der telegraph wieder dort angekommen, wo er 1989 begann – als Informationsblatt für die Menschen, die unzufrieden sind mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und deshalb auf die Straße gehen.
telegraph sonderausgabe #01 (124 KB)
telegraph sonderausgabe #02 (120 KB)
telegraph sonderausgabe #03 (129 KB)
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telegraph_surrogate_#3
Am 8. Mai 2003 erschien die die dritte Nummer der surrogate Reihe.
Der kleinformatigen Band hat 80 Seiten, kostet 5,00 € und enthält
Gespräche zwischen dem Musiker und Weltenbummler Alexander Krohn
und dem Autor, Redakteur und Kneipier Bert Papenfuß.
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telegraph_surrogate_#2
Sean McGuffin
Unrepentant Fenian Bastard
Die Zeitschrift telegraph hat im Oktober 2002 die zweite Nummer
der surrogate Reihe veröffentlicht.
Der kleinformatigen Band hat 64 Seiten, kostet 5,00 € und beinhaltet
bisher unveröffentlichte Texte von Sean McGuffin und Texte von
Jürgen Schneider, Anthony McIntyre und Reinhard Sauer über McGuffin.
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Neben dem surrogate Band ist eine limitierte Edition von 20 Exemplaren
mit gleichem Titel erhältlich. Sie enthält neben den Texten die
LP –Brits Out! von People of No Property und die CD – Guinness
Opera/Requiem für Sean McGuffin von Jörg Burkhard. Die Edition
kostet 50,00 €.
Bestellungen bitte per Email.
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telegraph_surrogate_#1
Die Zeitschrift telegraph startet ein Zusatzprojekt für literarische
Texte und für umfassendere Texte zum Zeitgeschehen.
Die kleinformatigen Bände tragen den Namen surrogate und
erscheinen von Zeit zu Zeit.
Die Nummer 1 mit dem Titel Lothar Feix - Kneipen & so`n Zeugs
ist soeben erschienen.
In dem surrogate - Band stehen neben Kurzgeschichten des Anfang
März 2002 im Alter von 48 Jahren verstorbenen Lothar Feix, Texte
über ihn, geschrieben von Alexandra Andreew, Uwe Radloff, Hugo
Velarde und Bert Papenfuß.
Der Band hat 64 Seiten und kostet 5,00 €.
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surrogate # 2 erscheint im 3. Quartal 2002 mit Texten von und über Sean McGuffin.
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